Warum feste Mahlzeiten für die Entwicklung unserer Kinder wichtig sind

Kinder brauchen Rituale und eine verbindliche Tagesstruktur, um sich optimal entfalten und entwickeln zu können. Dabei spielen insbesondere die gemeinsamen Mahlzeiten eine wichtige Rolle. Leider ist es aufgrund von beruflichen Verpflichtungen der Eltern nicht in allen Familien möglich, immer gemeinsam zu essen. Doch Erziehungswissenschaftler der Universität Minneapolis konnten durch Studien eindeutig belegen, das Kinder umso gesünder aufwachsen, je häufiger gemeinsamen Mahlzeiten mit der Familie eingenommen werden. Feste Mahlzeiten an bestimmten Tageszeiten sind jedoch nicht nur für die psychische Ausgeglichenheit der Heranwachsenden von entscheidender Bedeutung, sondern auch für die Nährstoffversorgung. Kinder, welche weitgehend sich selbst überlassen bleiben und unregelmäßig essen, greifen oft zu ungesundem Fast Food oder stark zuckerhaltigen Getränken. 

Mahlzeiten, welche in eine feste Tagesstruktur eingebunden sind, haben hingegen positive Auswirkungen. Das schlägt sich sogar in besseren Schulnoten nieder. Feste Mahlzeiten fördern darüber hinaus die Kommunikationsfähigkeit und damit die Sprachentwicklung. Schwierigkeiten, Probleme oder Stress können besprochen und oft leicht ausgeräumt werden. Selbst wenn Kinder feste Mahlzeiten alleine zu sich nehmen müssen, wie es naturgemäß vorkommen kann, überwiegen die positiven Aspekte. Feste Mahlzeiten sind also ein gutes Ritual an sich, doch auch das Drumherum hat aus entwicklungspsychologischer Sicht einen nicht zu unterschätzenden positiven Effekt. Dazu gehören beispielsweise das Tischdecken, das Händewaschen vor der Mahlzeit, die gerechte Verteilung der Nachspeise oder die Angewohnheit, sich gegenseitig aussprechen zu lassen. Bereits durch nur kleine Akte des Mithelfens fühlen sich Kinder sichtbar nützlich und integriert. Das verhilft sofort zu einem Erfolgserlebnis, was sich auf den gesamten weiteren auf die Stimmung der Kleinen positiv auswirkt . 

Feste Mahlzeiten sind also viel mehr als bloße Nahrungsaufnahme oder Trinken. Im Idealfall wird durch feste Mahlzeiten die Entwicklung unserer Kinder so gut gefördert, dass bereits vor jeder neuen Essenszeit eine regelrechte Vorfreude entsteht. Wenn Kinder Erwachsenen gegenüber also äußern, dass sie sich sehr auf die Mahlzeiten freuen, ist das ein gewichtiger und erfolgreicher pädagogischer Aspekt für die psychische Entwicklung und Ausgeglichenheit. Neben der orientierenden Tagesstruktur durch feste Mahlzeiten lernen Kinder dadurch, Zeiten verbindlich auch einzuhalten und das Familienbewusstsein zu stärken. Doch auch die Erwachsenen können sich durch regelmäßige, feste Mahlzeiten besser mit ihrer Tagesplanung arrangieren. Es hat sich als sehr nützlich für die Entwicklung von Kindern herausgestellt, wenn das Essen täglich aus einer warmen, 2 kalten Hauptspeisen sowie, wenn möglich, weiteren Zwischenmahlzeiten besteht. Es ist dabei auch wichtig, Kindern einen gesunden Essrhythmus zu vermitteln, gerade auch vor dem Hintergrund, dass Nahrung jederzeit und überall zur Verfügung steht. 

Doch Pausen zwischen dem Essen sind für eine geregelte Verdauung enorm wichtig. Zwischen den Mahlzeiten oder Snack sollte also idealerweise immer eine Pause von mindestens 2, besser 3 oder 4 Stunden eingehalten werden. Während den Essenspausen, für die Kinder ein Bewusstsein entwickeln können, sollten auch keine Kleinigkeiten wie Snacks, zuckerhaltige Getränke, Milch oder Riegel angeboten werden. Die festen Mahlzeiten sind dann nützlich und hilfreich, wenn sie wenigstens einmal am Tag stattfinden können. Dabei sollten Erwachsene auch auf die natürliche Neugier von Kindern setzen. Es spricht vieles dafür, Kinder so früh wie möglich an die leckere Vielfalt gesunder Lebensmittel heranzuführen. Denn verschiedene Geschmäcker, Konsistenzen, Farben oder Gerüche von Lebensmitteln wecken den Entdeckergeist der Kinder und verleiten zum Ausprobieren.

Familienleben

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